Männerchor "Eintracht" Ettenhausen: History

 Um 1900 zählt Ettenhausen gut 400 Einwohner. Das Dorf lebt von der Landwirtschaft, Stickerei und vom bäuerlichen Handwerk. Der Südhang oberhalb des Dorfes ist mit Reben bestockt, und fast jede Familie hat eigenen Wein. Der Bevölkerung geht es ziemlich gut. In dieser Zeit – genau am 23. November 1907 – erwecken neun initiative Bürger den früheren Männerchor "Eintracht" zu neuem, dauerhaftem Leben. Dem Vereinszweck, gemeinsam den Gesang und die Geselligkeit pflegen, bleibt der Verein seither treu. Freilich passen sich das Liederrepertoire und das Vereinsleben dauernd den Zeitumständen an. Jahrzehntelang sind die "gesanglich-theatralischen" Unterhaltungen im "Hirschen"-Saal gesellschaftliche Höhepunkte im Dorfleben. Dreimal – 1937, 1957 und 1997 – organisieren die Ettenhauser den Hinterthurgauer Verbandssängertag. Auf Reisen und Ausflügen wird die Kameradschaft gepflegt. An regionalen, kantonalen und schweizerischen Gesangfesten zeigt der Chor sein Können, und regelmässig umrahmen die Sänger mit ihren Liedern frohe und besinnliche Anlässe im Dorf und auswärts.

Seit über 30 Jahren prägt der eigene Rebberg das Vereinsleben wesentlich mit: 1975 pflanzen die Sänger am Südhang des Dorfes über 900 Müller-Thurgau-Rebstöcke. Diese ergeben in guten Jahren 3500 Halbliter-Flaschen Weisswein. 1985 wird das schmucke Rebhäuschen im Frondienst erstellt. Mit dem eigenen Wein verbunden ist alle zwei Jahre ein Fest besonderer Art: Von 1977 bis 2000 sind es die zwölf legendären Rebbergfeste, 2002 die Bacchiade und 2004 die Encontrada. Und am 1./2. September 2007 steht das Jubiläum "100 Jahre Männerchor Eintracht Ettenhausen" auf dem Programm.